SOUTHSIDE-FESTIVAL |ZWISCHEN HITZE UND EVAKUIERUNG

Endlich melde ich mich mal wieder mit einem Blogpost bei euch. Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, bin ich in Instagram um einiges aktiver und sehe es auch als meine „Haupt-Plattform“ an. Trotzdem möchte ich mich hier mindestens einmal im Monat bei euch melden und euch nun so von meinem vorletzten Wochenende erzählen. Wie die unter euch, die mir auf Snapchat (daiisyli) und Instagram (@daiisyli) folgen bestimmt schon wissen, war ich letzte Woche auf dem Southside-Festival in Neuhausen ob Eck im eigentlich immer schönen Süddeutschland :pp Am Donnerstag wurde ich nach einem bisschen Überreden und direkt nach der Bekanntgabe der mündlichen Abinoten von meinem Freund zum Festival gefahren. Von meinem Wohnort dauerte die Strecke etwas mehr als eine Stunde. Nach einer halben Stunde im Stau (Donnerstag morgens muss man mit mehreren Stunden rechnen) kamen wir am Parkplatz des Festivals an. Von dort aus hieß es nun für mich allein: Schleppen was das Zeug hält. Von dem Parkplatz bis zum Eingang waren es ungefähr 2 km was sich Vollgepackt eher als eine ziemliche Qual herausstellte. Man musste beachten, wir hatten über 30 Grad. Am Eingang wartete schon eine Freundin auf mich, die mich den Rest der Strecke bis zu unserem Platz begleitete und anschließend nochmal mit mir ans Auto kam, um das restliche Gepäck abzuholen. Das alles brauchte insgesamt mehr als 2 Stunden und ich kann euch echt wärmstens empfehlen, bei einem Festival möglichst wenige und leichte Sachen einzupacken. Den Abend relaxten wir dann am Zelt und gingen später noch die Landebahn runter, weil dort Party angesagt war 🙂

Sandy
Not me <3

Nach 4 Stunden Schlaf wachte ich Freitag morgen bei traumhaftem Wetter und ich muss gestehen, etwas schweißgebadet in unserem Zelt auf, dort stand die Luft bei mindestens 80 Grad 😉
Den ganzen Tag war es unerträglich heiß, der Gang zum Wasser holen und zum Klo stellte sich als eine richtige Qual heraus. Da kamen einem die ein oder anderen Leute, die am Wegrand mit Wasserpistolen warteten, wie gerufen.
Also Leute!! Falls ihr mal auf ein Festival geht und der Wetterbericht leichten Regen anzeigt, seit nicht traurig, das ist dort echt angenehmer als diese starke Hitze.

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Am Abend entschieden sich meine Freundin und ich uns, auf das Konzert von Tom Odell zu gehen. Die anderen Mädels hatten noch keine Lust, weil ihnen die Hitze zu stark zu schaffen machte. Und das war mein Glück! Denn es war das einzige Konzert das ich, wenigstens teilweise, ansehen konnte. Tom Odell war toll! Das Feeling war einfach unbeschreiblich und ich hatte mich unglaublich auf die anderen Konzerte gefreut *-* Leider hat es dann zu regnen angefangen, weswegen wir in ein Zelt flüchten mussten. Irgendwann fing es dann richtig an zu stürmen und ein Security bat uns,  das Gelände zu verlassen und unsere Autos aufzusuchen.

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Wir rannten so schnell es geht zu unserem Zelt, inzwischen war ich nass bis auf die Unterwäsche. Dort angekommen chillten unsere Freunde noch im Pavillon und nahmen die ganze Sache nicht gerade ernst. Ich zog mich schnell um und schlüpfte in meine Gummistiefel und forderte die anderen auf, doch bitte mit mir ins Auto zu gehen. Inzwischen war der Himmel schwarz wie Pech und wir hatten Glück. Gerade als wir das Auto erreichten fing es zu Hageln und wieder zu regnen an. Wir verbrachten die ganze Nacht im Auto, auf der Wiese von Parkplatz 5. Unter dem Auto entstand ein Wadentiefer Bach. Wir dachten echt kurzzeitig, dass wir hier nie wieder rauskommen, denn durch den Sturm wackelte das Auto schon.

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Als die Nacht überstanden war und wir am Morgen zurück auf den Campingplatz gingen, empfing uns ein Ort der Zerstörung. Zelte waren an ganz anderen Plätzen, Pavillons waren völlig zerstört. Es sah aus wie eine riesige Müllhalde. Unser Zelt stand zum Glück noch, so konnten wir ziemlich alles retten, auch wenn die Sachen etwas nass waren.
Am morgen war auch klar, dass das Festival abgebrochen werden musste 🙁 ich hatte lange für dieses Wochenende gespart, und jetzt war es schon am ersten richtigen Tag vorbei, ohne einen der Hauptacts auf den Bühnen sehen zu dürfen.
(Das schnelle Ende ist leider auch der Grund, weshalb ich nicht gerade viele Bilder in diesem Post für euch habe.)

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Beim heimfahren erwartete uns ewiger Stau soweit das Auge reicht. Allein um von dem Parkplatz runter zu kommen brauchten wir über eine Stunde und viele mussten ihr Auto anschieben, da die Wiese eine reine Matschgrube war.  So endete mein erstes Festival-„Wochenende“, auf das ich mich ein Jahr freute, etwas früher als gedacht.

Fazit: Ich kann euch allen ein Festival nur empfehlen! Die Leute sind einfach richtig cool und lässig drauf und wenn man kein Problem mit etwas Dreck oder einfachem Leben, sprich Dosenravioli und 5-Minuten-Terrine, hat, seid ihr dort richtig. Klar, man muss erwähnen, dass auf Festivals der ein oder andere Tropfen Alkohol fließen wird.
Das Southside-Team hat die Sache mit der Evakuierung echt gut geregelt und dafür gesorgt, dass niemand allzu schwer verletzt wurde. Und das bei über 60.000 Menschen, echt top! An alle Interessierten: Momentan wird noch geregelt, ob wir Festivalbesucher Geld zurück verlangen können, da kein einziger Hauptact aufgetreten war, aber das werde ich sobald es bekannt ist hier in dem Post ergänzen.

Und noch ein kleiner Tipp am Ende: Nehmt bisschen Geld mit, um euch etwas dort zum Essen zu kaufen. Es gibt hammer Food und eine riesen Auswahl.

Das wars auch nun mit meinem Post und ich hoffe er hat euch gefallen. Habt ihr schon sowas ähnliches erlebt? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Lisa xx

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